Ein Handy auf Raten kaufen

Ein Handy ist eine teure Anschaffung. Technik Fans, die ein neues Top-Modell möchten, müssen meist hohe dreistellige, manchmal sogar vierstellige Beträge ausgeben. Nicht jeder hat so viel Geld auf der Bank. Es stellt sich die Frage, ob sich eine Ratenzahlung lohnt oder ob es bessere Möglichkeiten gibt.

Beim Ratenkredit auf die Bedingungen achten

Smartphone auf Kretit
Smartphone per Ratenkredit kaufen – Symbolfoto: BodnarPhoto/Bigstock

Bei einem Ratenkredit bieten viele Händler eine Null-Prozent-Finanzierung an. Diese dient dazu, um den Käufer die Entscheidung für den Ratenkredit zu erleichtern. Der Kaufpreis wird einfach durch die Anzahl der monatlichen Raten geteilt. Dadurch ergibt sich die Rückzahlungssumme.  Beim klassischen Ratenkredit fallen Zinsen an. Diese werden zur monatlichen Rückzahlung addiert. Am Ende der Laufzeit zahlt er also mehr zurück als das Handy am Anfang gekostet hat. Aktuell sind die Zinsen sehr niedrig. Bei den Zinsen unterscheidet man Nominalzins und Effektivzins. Beim Effektivzins sind alle Kosten enthalten. Dieser gibt genau die Kosten an. Der Nominalzins ist zu niedrig und verschleiert die wahren Kosten.

Ein wichtiger Faktor ist die Laufzeit des Kredits. Diese sollte möglichst kurz gehalten werden. Die technische Entwicklung schreitet schnell voran und nach zwei Jahren wünschen sich viele Verbraucher ein neues Handy. Deshalb sollte sich der Kunde möglichst kurzfristig an einen Kreditvertrag binden.

Die Voraussetzungen für einen Kredit

Wer einen Kredit aufnehmen möchte, muss über ein regelmäßiges Einkommen verfügen. Dieses weist der Kreditnehmer in der Regel durch zwei oder drei Lohnabrechnungen nach. Darüber hinaus fragt die Bank bei der Schufa nach. Dort sind die aktuellen und vergangenen Geldgeschäfte des Kreditnehmers verzeichnet. Wer in letzter Zeit eine Rechnung nicht bezahlt hat, bekommt einen negativen Eintrag. Das erschwert die Aufnahme eines Kredits. Wichtig ist außerdem, dass der Kreditnehmer über ein deutsches Bankkonto verfügt.

Die Vor- und Nachteile der Kreditaufnahme für ein Handy

Ein Vorteil für ein Handy Ratenkauf  ist, dass der Verbraucher eine geringe monatliche Belastung hat. Für 20 oder 30 Euro im Monat bekommt er ein gutes Handy, das er sich sonst oft nicht leisten könnte. Falls dem Kunden das Handy nicht gefällt oder es defekt ist, kann er es problemlos umtauschen. Zwar sind die Händler zur Gewährleistung verpflichtet, doch viele wollen sich dem entziehen. Bei einem Ratenkauf hat der Kunde entweder noch kein Geld gezahlt oder nur die erste Rate. Somit kann er leichter seine berechtigten Ansprüche auf Vertragswiderruf oder Gewährleistung durchsetzen.

Ein Nachteil ist, dass das Handy dem Kunden erst gehört, wenn er die letzte Rate bezahlt hat. Er kann es also während des Zeitraums nicht verkaufen. Handy verlieren sehr stark an Wert. Nach zwei Jahren zahlt der Kunde immer noch den Betrag ab, den das Handy vor zwei Jahren gekostet hat, was jetzt zu teuer ist.  Oft sind Ratenverträge für ein Handy mit einem Mobilfunkvertrag kombiniert. Letztere sind oft sehr teuer. Der Kunde sollte darauf achten, dass das nicht der Fall ist. So kann er sich einen günstigen Vertrag suchen und spart dabei kosten.

Finanzierung über einen Handyvertrag

Als Alternative bieten viele Mobilfunkanbieter ein preisgünstiges Handy an, wenn der Verkäufer einen Vertrag abschließt. Das ist aber nur auf den ersten Blick sehr günstig. Hochwertige Handy gibt es nur sehr günstig, wenn er einen entsprechend teuren Vertrag abschließt. Der Kunde muss sich zwei Jahre an den Vertrag binden und zahlt unter Umständen für Vorteile, die er gar nicht nutzt. Ob sich das wirklich lohnt lässt sich erst durch eine Vergleichsrechnung feststellen.

Anbieter von Finanzierungen

Die erwähnten Null-Prozent-Finanzierungen bieten häufig Elektrohändler wie Saturn oder Media-Markt an. Über das Online-Vergleichsportal SMAVA kann sich der Interessierte gute Kreditangebote suchen. Eine weitere Anlaufstelle ist die Targobank. Diese bietet günstige Konditionen für einen kurzfristigen Kredit.